— Luca aus dem Entertainment-Team lernt kiten. Was für ihn die Faszination Kitesurfen ausmacht und was er dabei gelernt hat, erzählt er uns heute leichtfüßig – und macht Lust darauf, Kitesurfen im Urlaub selbst auszuprobieren.

Luca

Mein Name ist Luca Mühle. Ich komme aus der Nähe von Dresden und bin 21 Jahre alt. Ich habe jahrelang Fußball gespielt, bevor ich Schiedsrichter wurde. Dabei lernte ich einiges über mich und vor allem, dass ich die Arbeit mit Menschen liebe. Genau deswegen bin ich jetzt seit Dezember 2020 Teil des Entertainment-Teams im Aldiana Club Fuerteventura und lebe täglich meine Stärken in Sachen Moderation und Sport mit unseren Gästen aus.

In meiner Freizeit wollte ich gerne das Kitesurfen lernen. Die Faszination, an meine körperlichen Grenzen zu kommen und von einem lenkbaren Drachen nur durch die Kraft des Windes sowie mit Hilfe meiner eigenen Körperkontrolle bewusst und vor allem kontrolliert über das Wasser zu gleiten, war für mich anfangs ein Traum, der zwar vermutlich schwer zu erreichen schien, aber bei dessen Weg zum Ziel ich mir viel Unterhaltung, Spaß, Herausforderung, eine Menge Adrenalin und auch Ablenkung von der schwierigen Corona-Situation erhofft hatte.

Meine Erwartungen wurden mehr als nur erfüllt, als ich mich dieser Challenge gestellt habe!

Währenddessen kamen mir einige Fragen auf. Vielleicht helfen sie dir, das Abenteuer Kiten lernen im Urlaub selbst anzugehen.

Wo kann ich am besten kiten lernen?

Die Antwort auf diese Frage musste ich nicht lange suchen, denn wir haben bei uns im Aldiana Club Fuerteventura das große Glück, unweit entfernet einen der schönsten Kite-Spots Europas zu haben und die hier ansässige „Surfers Island“ um Inhaber Chris, ein leidenschaftlicher Wassersportler,  bietet mit professionelle Coaches, die mich mit ihrem Auftreten, Humor und der Liebe zum Sport einfach nur beeindruckt haben, wodurch ich ohne langes Nachdenken wusste, welcher Kite-Surfschule ich meine Zeit und auch mein Vertrauen schenken möchte.

Wie schwer ist es eigentlich, kiten zu lernen?

Hierbei muss ich sagen, dass die größte Schwierigkeit ist, das genaue Maß aus gesundem Respekt vor dem Material, den wirkenden Kräften und dem Vertrauen in sich selbst zu finden. Will man zu viel, passiert auch zu viel und die allgegenwärtige Gefahr, sich verletzen zu können, steigt. Genau dieser Gefahr muss man sich bewusst sein, denn das macht auch den Nervenkitzel beim Kiten aus. Dennoch darf man auch keine Angst haben, denn mit Angst im Blut wird man zaghaft und man erlebt zu wenig Adrenalin.

Der Kontakt zum Wasser, der Speed, den ich mit den kleinsten Bewegungen im Kite massiv beeinflussen kann und nicht zuletzt die Sprünge, schaffen mir ein Gefühl unglaublicher Freiheit und lassen diesen Adrenalinspiegel steigen. 

Der Wind, der mir dabei um die Ohren saust, zieht mir jeden negativen Gedanken und für den Moment alle Sorgen, von denen es in aktuellen Coronazeiten durch die Pandemie leider genug gibt, aus dem Körper. Ein unbeschreibliches wohltuendes Gefühl mit hochgradigem Suchtfaktor.

Wenn ich also den Anweisungen der super ausgebildeten und hochqualifizierten Coaches Andrea und Tim folge, fallen kompliziert erscheinende Abläufe wie das Starten des Kites, der Wasserstart und erste Meter auf dem Board nicht so schwer, wie ich anfangs dachte. Dadurch konnte ich direkt beflügelnde und positive Erlebnisse machen, die mich motiviert haben, weiter dranzubleiben und nicht aufzugeben.


Kitesurfen im Aldiana Club Fuerteventura

Die gezeitenunabhängige, stehtiefe Lagune auf Fuerteventura, am kilometerlangen Playa de Sotavento, bietet mit einer exzellenten Windstatistik ideale Voraussetzungen, um Kitesurfen zu lernen. Der Kitespot befindet sich nur 20 Minuten Fahrzeit vom Club entfernt.

Du hast die Möglichkeit während deines Urlaubs im Aldiana Club Fuerteventura Kitesurfen während eines Einsteigerkurs (Kitesurf-Anfängerkurs über 10 Stunden) zu lernen. Außerdem bietet die Kitesurfschule einen Aufbaukurs über 6 Stunden, Personal Training sowie Kitesurfing-License an.


Wie lange dauert es, bis ich richtig kiten kann? – Mein Kitekurs für Anfänger

Die Antwort auf die Frage konnte ich natürlich nur herausfinden, indem ich mich weiterhin dem Prozess stellte.

Dadurch, dass ich während meines Kitesurf-Anfängerkurses nie allein auf dem Wasser war, konnte ich ziemlich viel beobachten. Unter anderem habe ich schon beim bloßen Zusehen und mit den Erklärungen meiner Kitseurf-Coaches viel lernen können, wodurch enorm viel Theorieunterricht direkt in der Praxis eingebettet werden konnte und ich richtig Spaß am Lernen hatte.

In der ersten Trainingsstunde widmeten wir uns vor allem der Antwort auf die Frage: „was braucht man zum Kiten?“ Wenn man wie ich als Kitsesurf-Anfänger noch keinerlei Erfahrung hat, benötigt man natürlich die Hilfe von einem guten und vertrauenswürdigen Partner. „Surfers Island“, Surfschule auf Fuerteventura, ist ein solcher Partner.

Dann geht es mit dem Kite, wobei je nach Windstärke die Größe zwischen kleinem und großem Segel variiert wird, einem Kiteboard mit speziellen Finnen auf der Unterseite jeder Ecke, einem „Trapez“ welches man ähnlich wie einen Klettergurt am Körper befestigt und der sogenannten „Bar“, die sich zwischen dem Kite und mir befindet und zur Steuerung und Kontrolle der Kräfte, die ich nutzen möchte dient. Jedes dieser Materialien hat eigene intuitiv bedienbare Sicherheitssysteme integriert, wodurch man nie großartige Angst empfinden muss.

Am Anfang empfiehlt es sich außerdem zusätzlich immer, Schutzkleidung wie zum Beispiel einen Neoprenanzug gegen die Kälte, einer Prallschutzweste und einen Helm zu tragen. Sonnenbrillen sollte man gut befestigen oder besser gesagt sichern, sonst geht es dir wie mir und du verlierst deine beim ersten Startversuch.

Außerdem lernte ich am ersten Kitekurstag an unserem regulären Kitespot in der Lagune bei Risco del Paso noch die Kontrolle des Kites mit ersten Bodydrags. Denn das ist das mit Abstand Wichtigste in diesem Sport. Ich führe den Kite, nicht umgekehrt! 

Am zweiten Tag probierte ich die ersten Wasserstarts in knietiefem Wasser und konnte auch schon einige Meter zurücklegen. Die ersten Erfolge beflügelten mich natürlich, wodurch ich immer sicherer wurde. Doch dann spielte der Wind nicht mehr mit. Kiten ist eine Outdoorsportart und dadurch gibt es nun mal Dinge, die man nicht immer aktiv beeinflussen kann. Manchmal spielt der Wind einfach nicht mit und soll es einfach nicht sein. Doch auch solche Tage kann man zum Beispiel für eine Vertiefung der Theorie nutzen und sich zum Beispiel mit wichtigen Erscheinungen wie zum Beispiel dem so genannten „Venturi-Effekt“ vertraut machen. Die Grundlagen der Physik haben mir beim Verständnis für das große Ganze rund um das Kiten extrem geholfen!

In den folgenden Tagen meines Kitekurses festigte ich bereits vorhandenes Wissen, lernte durchs bloße Zuschauen viel Neues von den anderen Teilnehmern des Kurses und machte einige großartige Fortschritte. Statt zehn Meter konnte ich nun hunderte Meter zurücklegen, meine Haltung wurde besser und die ersten Wenden funktionieren plötzlich immer besser. Auch das sogenannte „Upwind-fahren“, also eine Grundvoraussetzung für das kontrollierte Fahren, wurde immer besser.

Seit dem sechsten Tag zähle ich als „betreuter Kiter“, weswegen ich nun auch ohne direkten Kontakt zum Coach mit dem Kite aufs Wasser darf, denn wie so oft ist das wichtigste, dass ich so viel Zeit wie möglich mit meinen neuen Begleitern, dem Kite und dem Board, verbringe und so die Basics weiterhin festigen und Erfahrung sammeln kann.

Kiten ist also ein Sport, der je nach Grundfitness  ziemlich schnell erlernbar ist. Aber selbst wenn es anfangs nicht so recht klappt, macht der Prozess des Erlernens enorm viel Spaß und Freude!

Allein die Tatsache, hier einen Sport mit so hohem Coolnessfaktor ausführen zu können, der im Vergleich zum alltäglichen wie Fußball und Volleyball wirklich etwas besonderes ist, motiviert mich jeden Versuch aufs Neue.

Kitesurfen Sonnenuntergang Fuerteventura (Copyright Tim – Surfers Island)
Kitesurfen im Licht der untergehenden Sonne auf der Kanareninsel Fuerteventura
© Tim von Surfers Island

Wie anstrengend ist Kitesurfen?

Hier kann ich dich beruhigen. Es wird niemals so anstrengend, dass du den Spaß an der Sache verlierst. Aber Kiten beansprucht nahezu jeden Muskel im Körper. Während Hände und Arme den Kite lenken, müssen Oberkörper- und Rumpfmuskulatur konstant die Zugkraft des Kites halten. Die Hüft- und Beinmuskulatur kontrollieren das Board. Und vor allem Körperspannung ist gefragt. Muskelkater gehört zum Kitesurfen lernen definitiv dazu, aber es gibt für mich kein Ganzkörpertraining, welches mir persönlich mehr Spaß und Unterhaltung bereitet als Kitesurfen. Die Überwindung des inneren Schweinehundes entfällt, was bleibt, sind emotionale und körperliche Erfolge und eine Menge an Glücksgefühlen!

Kiten hat für mich etwas Meditatives. Die Geräuschkulisse durch Wind und Wasser, die frische Meerluft und die Konzentration auf den eigenen Körper lassen mich alles um mich herum vergessen. 

Der anhaltende Prozess, nach und nach besser zu werden, mehr Kontrolle zu erlangen, weniger Fehler zu machen, weiter zu fahren, höher zu springen, etc. motiviert mich und führt mir immer wieder vor Augen, was für ein privilegiertes Leben ich hier führen kann.

Kitesurfen ist für mich der perfekte Ausgleich und ein perfekt zu mir passendes Training sowie ein wichtiges Puzzleteil, welches mir hilft meine Gedanken zu sortieren und mich einfach glücklich macht.

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